Im Westen Nichts Neues By Erich Maria Remarque

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Excerpt From The Book

Ertan, in einer Schreibtischlade, ein angefangenes Drama Saul” und ein Stoß Gedichte liegen.

Manchen Abend habe ich darüber verbracht, wir haben ja fast alle so etwas Ähnliches gemacht; aber es ist mir so un wirklich geworden, daß ich es mir nicht mehr richtig vor stellen kann.

Seit wir hier sind, ist unser früheres Leben abgeschnitten, ohne daß wir etwas dazu getan haben.

Wir versuchen manchmal, einen Überblick und eine Erklärung dafür zu gewinnen, doch es gelingt uns nicht recht.

Gerade für uns Zwanzigjährige ist alles besonders unklar, für Kropp, Müller, Leer, mich, für uns, die Kantorek als eiserne Jugend bezeichnet.

Die älteren Leute sind alle fest mit dem Frühe ren verbunden, sie haben Grund, sie haben Frauen, Kin der, Berufe und Interessen, die schon so stark sind, daß der Krieg sie nicht zerreißlen kann.

Wir Zwanzigjährigen aber haben nur unsere Eltern und manche ein Mädchen.

Das ist nicht viel – denn in unserm Alter ist die Kraft der Eltern am schwächsten, und die Mädchen sind noch nicht beherrschend.

Außer diesem gab es ja bei uns nicht viel anderes mehr; etwas Schwärmertum, einige Liebhabereien und die Schule; weiter reichte unser Leben noch nicht.

Und davon ist nichts geblieben. Kantorek würde sagen, wir hatten gerade an der Schwelle des Daseins gestanden.

So ähnlich ist es auch. Wir waren noch nicht eingewurzelt. Der Krieg hat uns wegge schwemmt. Für die andern, die Älteren, ist er eine Unter brechung, sie können über ihn hinausdenken.

Wir aber sind von ihm ergriffen worden und wissen nicht, wie das enden soll.

Was wir wissen, ist vorläufig nur, daß wir auf eine sonderbare und schwermütige Weise verroht sind, obschon wir nicht einmal oft mehr traurig werden.

AuthorErich Maria Remarque
LanguageEnglish, German
Pages303
PDF Size 28.5 MB
CategoryFiction & Novel

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